Newsticker #16

Habe die große Abschiedswelle hinter mich gebracht.
Am Montag T. und L. aus Kanada zum Zug gebracht, die mit je vier Gepäckstücken die nächsten vier Wochen durch Dänemark und Deutschland reisen. Meinen Anteil Tränen ins Gras am Bahnhof geweint.
Zusammen mit dem offiziellen Semesterende sind die meisten Erasmusleute abgereist, ich würde schätzen, dass derzeit von knapp 100 noch ca. 20 in Sundsvall sind.

Schwedischer Sommer ist großartig!
Es wird mittlerweile nicht mehr großartig dunkel und auch nachts zwischen halb zwölf und halb eins, was ungefähr die dunkelste Zeit ist, ist der Himmel blau. Kurz nach drei (siehe Foto) könnt es auch halb acht sein.

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Letzten Donnerstag war Politikklausur.
Habe die drei Tage (naja OK: die drei Nächte) davor ziemlich geackert und viele spannende Sachen gelernt. Von denen dann nichts gefragt wurde. Ich mag das ja nicht so, wenn sich ein Fach selbst nicht ernst nimmt und Prüfungen abzulegen sind, die man mit Wikipedia-Wissen bestehen kann. Ich bin gespannt, was als Note rauskommt – zwischen 1 und 4 ist alles möglich.

Die Klausur war auf 5 Stunden angesetzt – ich hatte also meine Diplomübungsklausur. 😉 Die Hand fing nach etwa 40 Minuten an, weh zu tun. Es war wirklich ungewohnt ohne Editiermöglichkeit im Sinne von „och, diesen Satz schieb ich mal lieber da hin“, „tausche Wort X gegen Wort Y“ zu schreiben. Muss ich üben.

Klausuren werden hier hochoffiziell in einem extra Gebäude geschrieben.

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Der eigene Name ist einer Platznummer zugeordnet und die Prüflinge aller Fächer sitzen querbeet durcheinander. Auf die Arbeitsblätter wird nur die Platznummer, nicht aber der Name geschrieben, so dass die Korrektur möglichst objektiv erfolgen kann und keine „Extrapunkte für Lieblinge“ vergeben werden. Höchst offiziell muss man sich in eine Liste eintragen und Studi- sowie Personalausweis vorlegen (zwei Mal!). Am Platz sind nur Schreibgeräte und Getränk/Gespeis erlaubt.

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Für die Klausur muss man sich zwei Wochen vorher registrieren (damit es genügend Plätze gibt, genügend Kopien und natürlich damit einem Namen eine Nummer zugeordnet werden kann). Wir Austauschleute hätten das beinahe komplett vergessen – es war der erste Kurs, für den wir das tatsächlich machen mussten.
Nach einer Mailaktion mit Prof und Fachkoordinatorin haben K. und ich eine Facebook-Kette (Telefonkette 2009) gestartet und die anderen informiert. Die zuständige Mitarbeiterin der Uni sah sich dann mit 14 Nachrückern konfrontiert, hat uns aber alle untergebracht.

Ab heute steht wieder mein Research Paper auf dem Programm. Neue Deadline ist Anfang Juli.
Für mein Soziologie-Paper hab ich ein B (entspricht einer 2) bekommen. Find ich gut, das hätt ich mir auch gegeben. Hoffe noch auf Feedback, das als Anregung für weitere Schreibarbeiten dienen kann.

Hoffe, dass es wieder etwas ruhiger wird, nachdem ich die letzte Woche irgendwie nur auf Achse war. Aber: in acht Tagen steht ja schon der nächste Deutschlandbesuch an. (Huch.)

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~ von netmarie - 2009/06/10.

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