Newsticker #16

•2009/06/10 • Kommentar schreiben

Habe die große Abschiedswelle hinter mich gebracht.
Am Montag T. und L. aus Kanada zum Zug gebracht, die mit je vier Gepäckstücken die nächsten vier Wochen durch Dänemark und Deutschland reisen. Meinen Anteil Tränen ins Gras am Bahnhof geweint.
Zusammen mit dem offiziellen Semesterende sind die meisten Erasmusleute abgereist, ich würde schätzen, dass derzeit von knapp 100 noch ca. 20 in Sundsvall sind.

Schwedischer Sommer ist großartig!
Es wird mittlerweile nicht mehr großartig dunkel und auch nachts zwischen halb zwölf und halb eins, was ungefähr die dunkelste Zeit ist, ist der Himmel blau. Kurz nach drei (siehe Foto) könnt es auch halb acht sein.

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Letzten Donnerstag war Politikklausur.
Habe die drei Tage (naja OK: die drei Nächte) davor ziemlich geackert und viele spannende Sachen gelernt. Von denen dann nichts gefragt wurde. Ich mag das ja nicht so, wenn sich ein Fach selbst nicht ernst nimmt und Prüfungen abzulegen sind, die man mit Wikipedia-Wissen bestehen kann. Ich bin gespannt, was als Note rauskommt – zwischen 1 und 4 ist alles möglich.

Die Klausur war auf 5 Stunden angesetzt – ich hatte also meine Diplomübungsklausur. ;-) Die Hand fing nach etwa 40 Minuten an, weh zu tun. Es war wirklich ungewohnt ohne Editiermöglichkeit im Sinne von „och, diesen Satz schieb ich mal lieber da hin“, „tausche Wort X gegen Wort Y“ zu schreiben. Muss ich üben.

Klausuren werden hier hochoffiziell in einem extra Gebäude geschrieben.

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Der eigene Name ist einer Platznummer zugeordnet und die Prüflinge aller Fächer sitzen querbeet durcheinander. Auf die Arbeitsblätter wird nur die Platznummer, nicht aber der Name geschrieben, so dass die Korrektur möglichst objektiv erfolgen kann und keine „Extrapunkte für Lieblinge“ vergeben werden. Höchst offiziell muss man sich in eine Liste eintragen und Studi- sowie Personalausweis vorlegen (zwei Mal!). Am Platz sind nur Schreibgeräte und Getränk/Gespeis erlaubt.

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Für die Klausur muss man sich zwei Wochen vorher registrieren (damit es genügend Plätze gibt, genügend Kopien und natürlich damit einem Namen eine Nummer zugeordnet werden kann). Wir Austauschleute hätten das beinahe komplett vergessen – es war der erste Kurs, für den wir das tatsächlich machen mussten.
Nach einer Mailaktion mit Prof und Fachkoordinatorin haben K. und ich eine Facebook-Kette (Telefonkette 2009) gestartet und die anderen informiert. Die zuständige Mitarbeiterin der Uni sah sich dann mit 14 Nachrückern konfrontiert, hat uns aber alle untergebracht.

Ab heute steht wieder mein Research Paper auf dem Programm. Neue Deadline ist Anfang Juli.
Für mein Soziologie-Paper hab ich ein B (entspricht einer 2) bekommen. Find ich gut, das hätt ich mir auch gegeben. Hoffe noch auf Feedback, das als Anregung für weitere Schreibarbeiten dienen kann.

Hoffe, dass es wieder etwas ruhiger wird, nachdem ich die letzte Woche irgendwie nur auf Achse war. Aber: in acht Tagen steht ja schon der nächste Deutschlandbesuch an. (Huch.)

Abnormally Attracted to Sin #1

•2009/05/29 • Kommentar schreiben

*froi*

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Tori Amos. Abnormally Attracted to Sin. In Stores since May, 19th. My possession since May, 27th. In concert:

  • 14. September 2009 – München, Circus Krone
  • 27. September 2009 – Hamburg, Laeiszhalle
  • 28. September 2009 – Düsseldorf, Tonhalle
  • 05. Oktober 2009 – Frankfurt, Jahrhunderthalle
  • 07. Oktober 2009 – Berlin, Tempodrom

Newsticker #15

•2009/05/27 • Kommentar schreiben

Es ist mal wieder soweit: Klausurvorbereitung steht an. Allein der Gedanke stresst mich, vor allem, weil ich vorher noch so viele andere Sachen machen muss. Die Politikvorlesung war zwar thematisch spannend, die letzten Stunden aber nicht mehr so toll wie die ersten – wir hatten nen anderen Prof. Dass er während der Vorlesung in Östersund (also am anderen Campus) war, hat die Sachen nicht leichter gemacht.

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Mein Fieber ist endlich (nach über ner Woche!) weg. Husten und Schnupfen sind noch im Programm, aber ich fühl mich nicht mehr so matschig.

Zum ersten Mal briefgewählt. Aufregend, das.

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Ich verliere bei die „Siedler von Catan“ auf Englisch genauso haushoch, wie auf Deutsch.

Happy Towel Day*

•2009/05/25 • 2 Kommentare

via Stefan Niggemeier

* ?

Action Reaction

•2009/05/24 • Kommentar schreiben

Zum Lesen:

„Wie sagt man vorsichtig, dass man verliebt ist?

Zum Angucken:

„Ffffound ist für mich ganz einfach wie ein Fluß aus Ästhetik, in den klinkt man sich ein, wenn man Lust und Zeit hat, man findet dabei tolle Fotos und schöne Typo und ab und zu ein geiles Portfolio oder ein super Flickr-Set, und wenn man keine Lust hat und das Dings langweilig findet, dann klinkt man sich wieder aus.“

ffffound.com

Zum Mitzeichnen:

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.“

Zu Beachten:

„Wir haben deswegen eine kleine Satzungsänderung beschlossen und bieten Euch eine ideelle Fördermitgliedschaft an.“

Zum Downloaden:

Coldplay bieten ein Album kostenlos zum Download an. 9 Songs für eine E-Mail-Adresse.

Bald zum Angucken:

Alltagsfreuden #4: Schwimmbadbesuch

•2009/05/23 • Kommentar schreiben

Das Sundsvallesische Hallenbad ist ungefähr 3 Minuten Fußweg von meiner Haustür entfernt und damit noch näher, als das La Ola. Vor etwa drei Wochen war ich zum ersten Mal dort.

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Die Eingangshalle (das Gebäude mit der Kuppel) teilt sich das Schwimmbad mit einem Sport- und Boxclub. Das Becken selbst befindet sich im Nebengebäude. Der Kran im Hintergrund ist am Neubau des Freibads beteiligt. Im Sommer 2010 soll ein großes Sport- und Freizeitbad eröffnet werden.

Ich hatte extra mein Wörterbuch mitgenommen, hätte mir aber keine Sorgen machen müssen. Alle Angestellten sprechen Englisch.

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Es gibt eine 25-Meter-Bahn, drei Sprungbretter und ein Kinderbecken, eine Sauna (im Eintrittspreis inklusive) und Sammelumkleiden.

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Während die Umkleide, mh, gewöhnungsbedürftig ist, würde ich die Preise gerne mit nach L. bringen: ein Mal schwimmen kostet umgerechnet etwa 2,50 Euro, eine Monatskarte umgerechnet etwa 15 Euro.

Newsticker #14

•2009/05/22 • 1 Kommentar

Konnte in ganz Sundsvall keine Special Edition des neuen Tori-Albums finden. Dann halt doch bei Amazon bestellt. Jetzt laufe ich gedanklich vorm Briefkasten auf und ab bis es endlich ankommt.
Wie immer, wenn ein neues Album kommt, bin ich ein bisschen überfordert von den vielen Updates auf Undented und komme nicht hinterher mit dem Lesen der Interviews. Aber ich könnte ja was verpassen.

Eine der größten schwedischen Zeitungen ist das Aftonbladet. Ich sammle das derzeit für Politikwissenschafter in Amsterdam, die ich in Berlin kennen gelernt habe und die das für eine Studie brauchen. Hat viele bunte Bildchen, so dass ich sogar etwas vom Inhalt verstehen kann – zum Lesen reicht mein Schwedisch nicht.

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Heute Nachmittag werde ich das schwedische Gesundheitssystem erkunden: nachdem ich die letzten Tage Halsweh und Fieber hatte, kann ich heute nicht mehr sprechen.

Die Ergebnisse des Spiegel-PISA-Tests sind da.
Es erstaunt micht, dass nur 26 Teilnehmer (von insgesamt mehr als 600.000) alle Antworten richtig hatten.

Im Durchschnitt beantworten die Teilnehmer 24,5 von 45 Fragen richtig, also etwas mehr als die Hälfte. Frauen schneiden im Studenten-Pisa schlechter ab als Männer. Im Durchschnitt lösten sie 21,5 Fragen richtig, Männer hingegen 26,5.
(aus dem oben verlinkten Artikel)

Es gibt auch eine eigene Psychologiestudenten-Auswertung. Landau ist leider nicht dabei (dafür hätten 50 Leute von dort mitmachen müssen).

Ich hab 35 meiner 45 Fragen richtig beantwortet (Auswertung_Studentenpisa.pdf). Rückblickend finde ich, dass ich ein paar der falschen Antworten hätte wissen können (z.B. dass Russland nicht die Ukraine Deutschlands wichtigster Gaslieferant sind, die RAF-Opfer, etc.), aber das passt schon.

Alltagsfreuden #3: Wäsche waschen

•2009/05/21 • Kommentar schreiben

Den Zugang zum Wäscheraum kann (und muss) man im Voraus buchen. Dazu hat jeder Bewohner des Hauses nicht nur einen regulären Zimmerschlüssel sondern auch eine Art Transponder. Ein Bedienelement (dass ich, obwohl es nur auf schwedisch ist, verstehe ;-) ) kann damit aktiviert und eine Waschzeit ausgewählt werden. Mögliche Zeiträume liegen im 3-Stunden-Rhythmus zwischen 5 Uhr morgens und 2 Uhr nachts. Damit immer zwei Leute eine Waschzeit buchen können, gibt es im Wäscheraum (fast) alles doppelt („gul“ und „blå“ / gelb und blau):

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Waschmaschine, die in 40 Minuten fertig ist.

DSC00371normale Trockner

DSC00372Sehr geil: Trockenschränke.

Da können auch Sachen rein, die eigentlich nicht trocknergeeignet sind, so dass man nach drei Stunden auf jeden Fall trockene Kleidung mitnimmt. Vor kurzem hab ich rausgefunden, dass man die Stäbe, auf die man die Sachen hängen kann, auch rausziehen kann (*headdesk*) – dann geht das Aufhängen leichter. Will nicht wissen, was das an Energie kostet, aber aus Vermietersicht ist das sicher praktisch: keine feuchten Klamotten auf den Zimmern.

Außerdem gibt’s ein Bügelbrett (-eisen müsste man selbst mitbringen).

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Waschmittel bringt jeder selbst mit, ansonsten ist die Nutzung kostenfrei (bzw. in der Miete integriert).

Bin sehr angetan vom hießigen System: in anderen Wäschewaschräumen, die ich bisher frequentiert habe (in H., in M.), erschien das System weniger durchdacht. Man muss zwar zwei, drei Tage vorher die Waschzeit buchen, aber das ist ja kein Problem.

Morgen wieder. 11-14 Uhr.

Newsticker #13

•2009/05/20 • 6 Kommentare

Sehr schönen Heimatbesuch gehabt.
Anreise mit schwedischem Schienenersatzverkehr und Angst, den Flieger zu verpassen. Sprint über den Stockholmer Flughafen Arlanda führt zum Ziel, betrete als letzte das Flugzeug. Gemeinsames „grilla“ am Donnerstag war wundervoll.
Am Freitag mit Urlaubsgefühl durch Landau gelaufen. Stundenlang in wechselnder Gesellschaft Kaffee getrunken, Mitbringsel für Sundsvall gekauft (Lieblingsmüsli, Sprühdeo, Gemüsebrühepulver), Bücher verliehen.
Samstag/Sonntag in Freiburg zur Akademievorbereitung verbracht. Toll, alle kennen zu lernen. Das wird spannend.
Sonntag abend Star Trek geguckt (gefällt!) und vermisste Küchengespräche geführt.
Montag 12stündige reibungslose Rückreise. Nach Hause kommen. Ein tolles Gefühl: lange hatte ich gar keins, jetzt hab ich gleich zwei.

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DSC00438Mit Bus und Taxi wurden die Fahrgäste zum Umsteigebahnhof transportiert.

DSC00439Umsteigen am Meer.

Der erste Teil der Politikvorlesung (Geschichte, Theorien) ist vorbei. Im zweiten Teil, der am Freitag beginnt, wird es um Konfliktlösung gehen. Am 04. Juni ist Klausurtermin – 5 Stunden lang. Vorzubereiten sind vier Bücher.

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(Nr. 4 befindet sich nicht in meinem Besitz.)

Sehr spannend: die Vorlesung findet an zwei Campi gleichzeitig statt und wird per Video übertragen.

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Die Professorin (mit eigenem Wikipedia-Eintrag) ist sehr toll: ausgebildete Opernsängerin, spricht 7 Sprachen fließend (u.a. Deutsch), fachlich versiert (soweit ich das einschätzen kann)  – hat Spaß gemacht!

Heute: Halsweh.

Und da wundert man sich, dass es nachts gruselig sein kann. Meine Decke:

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2x YouTube

•2009/05/07 • Kommentar schreiben

Es gibt hier auch bald wieder was über Sundsvall und Schweden und mich zu lesen, aber die beiden folgenden Videos MÜSST ihr angucken. Das eine ist soooo lustig und das andere soooo großartig abgefahren.

Nummer 1: Introducing Literal Videos

Zum ersten Mal von Literal Videos gelsen hab ich auf dem Blog von Franziska. Das Musikvideo wird beim Wort genommen und nacherzähltgesungen. Dabei kommen unfassbar witzige Sachen heraus.

Nummer 2: Beatboxing mit und ohne Querflöte

Das Video ist lang (18 Minuten) und erst wollt ich’s deswegen nicht angucken, aber mannometer… das ist so GROßartig!
(via Nicos Getwitter)