Kurz bevor es zurück nach Deutschland geht, hab ich ein paar Tage Schwedenurlaub gemacht. Die Idee: so weit in den Norden wie möglich. Also ab in den Bus 100: 8,5 Stunden Fahrt nach Luleå, dort zwei Nächte verbringen. Von Luleå zurück, nach 4 Stunden Zwischenstopp in Umeå für 2 Nächte und dann zurück nach Sundsvall.
1. Abend in Luleå
2. Tag in Luleå
Den Folgetag habe ich in der Altstadt von Luleå verbracht. Seit 1996 ist die Gammelstad Teil des Unesco Weltkulturerbes. Angucken kann man eine typisch nordschwedische Kirchenstadt. Kleine Häuschen gruppieren sich um eine Kirche. Die Häuschen wurden gebaut, damit die Kirchgänger am Wochenende und am Markttag übernachten konnten und nicht den ganzen weiten Weg zurück nach Hause zurücklegen mussten.
Der Tag war wundervoll.
Direkt an der Altstadt ist ein Freiluftmuseum, in dem an diesem Wochenende Mittelalterfest war.
Doch das sollte der Freuden noch nicht genug sein. Mein Mitternachtsspaziergang hat mich umgehauen.
Das war so unfassbar geil. Es war hell genug um draußen zu lesen. Das erste der Abendbilder ist um 23.59 Uhr aufgenommen.
3. Umeå
Umeå liegt – im Gegensatz zu Luleå und Sundsvall – nicht direkt am Bottnischen Meerbusen. Wasser hat’s aber auch: die Umeälv. An der Uferpromenade gibt’s einen Steg, auf dem sich’s wunderbar sitzen lässt.
Ich war im Stadtmuseum (macht irgenwie nicht so viel Spaß Erklärungstafeln auf Schwedisch zu entziffern), das Bildmuseum war leider geschlossen und trotz des vor- und nachmittags eher schlechten Wetters bin ich im Freiluftmuseum herumspaziert. Zur Fika bin ich eingekehrt.
Zurück in Sundsvall habe ich die letzten Tage eher mit „sein“ verbracht, statt darüber zu schreiben oder nachzudenken. Daher war’s hier so still. Die Sachen, die ich noch erzählen möchte, werd ich in den nächsten Tagen noch posten. Auch diesen Eintrag werd ich noch ein bisschen aufhübschen, z.B. ein paar Links einfügen. Jetzt mach ich aber geschwind den Rechner aus: gleich geb ich meinen Zimmerschlüssel ab und dann geht’s ab nach Deutschland.
Ich werde mir ein bisschen was vom Land angucken: zwei Tage Luleå und zwei Tage Umeå. Das führt mich nochmal 530km nördlich – bis auf 110km an den Polarkreis ran, yay! Wenn die Wettervorhersage eintrifft werde ich den Regen in Sundsvall zurück lassen.
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Krass, wie schnell es nachts wieder dunkler wird. (Müsste ja wegen mir nicht sein.) Bin gespannt, ob und wenn ja wie viel die 500km ausmachen. Und natürlich die Wolkendecke.
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Fühle mich zwischen den Stühlen sitzend: nicht mehr richtig hier und noch nirgendwo anders.
Heute zum letzten Mal in der Unibib gewesen, wehmütig. Trotzdem noch 10 Tage hier – da kann man ja noch nicht wirklich von „letzten Malen“ sprechen. Bzw. ich will das nicht tun.
Die Frage, wie sich fünf Monate Leben in zwei Rucksäcke packen lassen, regt sich.
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Mein Kalender und ich nähern uns einander an. Erste Termine für August sind vereinbart.
Den heutigen Morgen und Vormittag hab ich am See Sidsjön verbracht, der grade mal 30 gemütliche Fußminuten (Fotopausen incl.) von meinem Zimmer entfernt liegt.
Man beachte den Grill.
Wasserfällchen.
Erster Blick a).
Erster Blick b).
Postkartenmotiv.
Landesteg a).
Landesteg b).
Landesteg c).
Besuch.
Jetzt hab ich Sonnenbrand, aber das stört mich ü-ber-haupt nicht. Morgen am liebsten wieder (aber es soll regnen). So (nach unten scrollen) sah’s am See übrigens im März aus…
Brüllende Hitze. Wolkenloser Himmel und > 30°C.
Nächste Woche, wenn alles abgegeben sein muss, soll es regnen.
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Meine Heimkunft wird am 20. Juli erfolgen.
Rückflug gebucht, Flughafen transport organisiert, um Termin für Zimmerübergabe gebeten.
Bin dann ab 03.08. wieder „richtig“ da, zwischenzeitlich noch 10 Tage Akademie.
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Kaum naht die Deadline endlich so richtig, schaltet sich mein Bewusstsein in den Hochleistungsmodus. Gib mir Paper, baby! Heute Nacht Speed-Korrekturlesen (193 Seiten in 11 Stunden), nachher geht’s wieder Richtung Uni, mit dem Paper schreiben beginnen.
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Parallel: Belohnungsreiseplanung für die nächsten zwei Wochen. Will ich doch zum Europäischen Psychologiekongress nach Oslo? Oder Einzeltripps nach Trondheim und Stockholm machen?
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Laufe seit Wochen durch Sundsvall und will mit aller Kraft bestimmte Bilder, Eindrücke, Wahrnehmungen in mein Gedächtnis einbrennen. Dieser Himmel. Diese Grüne. Wie die Luft riecht.
Auf der Rückfahrt im Bus die wundervollsten Regenbögen gesehen: drei auf einmal (zwei direkt untereinander, ein dritter weiter obendrüber).
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Nach dem Heimatbesuch am vergangenen Wochenende habe ich große Probleme, wieder Fuß zu fassen. Fühle mich seit Tagen, als ob ich neben mir hier liefe. Langsam is gut.
Es gibt mich noch, nur sehr viel zu tun. Auch dieses Blog ist noch nicht still gelegt.
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Bin grade in Stockholm, gleich geht der Bus zum Flughafen Arlanda und dann geht’s fuer mich nach Deutschland. Hochzeitsfeierlichkeiten beiwohnen.
(Im Hintergrund bruellt sich eine junge Frau, die Bustickets an den Flughafen Skavsta verkaufen will, heisser. Wir versuchen beide, es mit Humor zu nehmen.)
Grade auf der Hinfahrt an einem wunderwunderschönen Rastplatz Mittagspause gemacht: Ein See mit Entchen und Seerosen und Bäumen drumrum und Himmel mit Wattewolken obendrueber. Hab meinen Handyakku fast leer fotografiert. Ich bin wieder mit dem ybuss gefahren und war im April, als ich nach Berlin geflogen bin, nachts um 3 am gleichen Wirtshaus. Den See hab ich damals nicht gesehen.
Bilder folgen bei nächster Gelegenheit.
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Wenn jemand Zeit hat den Flugzeug- und Zuggöttern zu huldigen: ich könnte heute Abend deren Hilfe gebrauchen. Wuede gerne einen Zug erwischen, der 24 Minuten nach meiner offiziellen Landezeit abfährt.
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Seltsam, das.
Es ist ganz schön anstrengend, die emotionale Waage zwischen fortlaufendem Abschiednehmen und Zurueckbleiben zu halten. Der Flug nach Deutschland ist zu einem seltsamen Zeitpunkt. Ich freu mich absolut auf die dann noch folgenden vier Wochen (und erst recht freu ich mich, wenn ich das s*** Paper fertig hab). Aber die Diskrepanz zwischen den vielen Gedanken und Gefuehlen ist schon gross.
Normalerweise stört es mich nicht so sehr, keinen Führerschein zu haben. (Was nicht unwesentlich daran liegen dürfte, dass ich ja nicht weiß, was ich verpasse.) Aber hier… mannometer, ich würd so gern ein paar Tage einfach dahinfahren, wo der Wind mich hin treibt und gucken und laufen und atmen.
Atemberaubende Bilder – wie muss das erst sein, wenn man wirklich da steht?
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Ich glaube, heute Nachmittag hatte ich die Unibib für mich alleine.
Übrigens, die Bank ohne Schnee, fotografiert aus dem oben abgebildeten Zimmerchen:
Inspirierender Ausblick, um die Gedanken schweifen zu lassen. Ohne
Aah, das mit dem Konzentrieren aufs Research Paper will nicht so recht klappen. Focus, focus!
Stattdessen heute Zimmer geputzt, Aftonbladets verschickt, Pfand weggebracht, Häufchen zum mit nach Deutschland nehmen gemacht, zur Stadtführung angemeldet, in den Regen geguckt. Alles total wichtig, is klar.
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Bin über zwei interessante Projekte gestolpert.
1) David Lynch hat Interview Project gestartet.
Im „About“-Filmchen erklärt er, um was es geht. Und ab 1:22 stellen einige der Interviewpartner ein paar der großen Fragen dieser Welt.
Watch to be inspired.
Yesterday I came across a slightly mysterious website — a collection of Polaroids, one per day, from March 31, 1979 through October 25, 1997. There’s no author listed, no contact info, and no other indication as to where these came from. So, naturally, I started looking through the photos. I was stunned by what I found.
Unbedingt lesenswert.
Das folgende Foto hat Livingston an meinem Geburtstag eingestellt.